Zyklisches Management für die berufliche Performance
Wenn Du im Laufe des Monats merkst, dass Deine Konzentration bei der Arbeit phasenweise komplett einbricht, Deine Reizüberflutung im Büro explodiert oder Deine ADHS-Medikamente ausgerechnet vor wichtigen Meetings plötzlich nicht mehr richtig greifen: Das ist oft kein persönliches Versagen oder ein beginnendes berufliches Burnout, sondern die direkte Folge der hormonellen Achterbahnfahrt in Deinem Gehirn.
Da das neurodivergente System in der zweiten Zyklushälfte hormonell bedingt deutlich weniger Dopamin verarbeiten kann, sind eine frühzeitige Aufklärung und eine gezielte Anpassung Deiner Alltagsstrategien überlebenswichtig.
Die niederländische Studie liefert die konkreten Belege dafür, wie stark die Verknüpfung von Zyklus und Neurodivergenz das Wohlbefinden beeinflusst. Während ein linearer Alltag Frauen ohne ADHS oft gut gelingt, zeigt die Forschung: Bei ADHSlerinnen und AuDHSlerinnen braucht es ein zyklisches Management. Wer lernt, stressige Termine in die erste Zyklushälfte zu legen und die premenstruelle Phase konsequent für Reizreduktion, bewusste Pausen und das Herunterschrauben von Erwartungen zu nutzen, gewinnt die Kontrolle über den eigenen Alltag zurück und lebt endlich im Einklang mit der eigenen Biologie. Studienquelle: de Jong et al. – A Female-Specific Treatment Group for ADHD—Description of the Programme and Qualitative Analysis of First Experiences. (Published in Journal of Clinical Medicine, 2024).
